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Didaktisches Leitbild der Donau-Universität Krems

Sechs didaktische Orientierungen

An der Donau-Universität Krems studieren Personen, die bereits eine akademische Erstausbildung absolviert haben und/oder bereits reichhaltige Erfahrungen in ihrem Berufsleben gesammelt haben. Die Studierenden der Donau-Universität Krems sind ProfessionalistInnen, die ihre Expertisen und Kompetenzen – aufbauend auf ihren bisherigen Kenntnissen und Erfahrungen – erweitern bzw. aktualisieren wollen. Sie wollen sich damit noch erfolgreicher den Herausforderungen einer sich rasch wandelnden, komplexen, vernetzten und globalisierten Gesellschaft stellen.
 

Um diesem Typus von Studierenden gerecht zu werden, wendet die Donau-Universität Krems gemäß ihres gesetzlichen Auftrags, nämlich „der im Zusammenhang mit Weiterbildung stehenden wissenschaftlichen Lehre und Forschung zu dienen“ (DUK-Gesetz 2004) in ihrer Lehre folgende sechs didaktische Orientierungen an:

 

  • Wissenschaftsorientierung: Lernprozesse werden an Inhalten und Verfahren der internationalen Erkenntnisse akademischer Forschungen ausgerichtet. Die Lehre der Donau-Universität Krems ist damit Teil des allgemeinen Trends einer Verwissenschaftlichung des gesellschaftlichen Lebens und unterstützt die Professionalisierung von Arbeitsweisen, die durch aktuelle Forschungserkenntnisse motiviert sind und auf einer wissenschaftlichen Grundlage stehen.

 

  • Praxisorientierung: Die Donau-Universität Krems verknüpft ihre Lehre mit den beruflichen Herausforderungen und Praxiserfahrungen ihrer Studierenden (Praxisreflexion) und unterstützt die Aneignung von aktuellen berufsbezogenen Kompetenzen. Zwischen Wissenschafts- und Praxisorientierung existiert kein Widerspruch, denn „Nichts ist praktischer als eine gute Theorie“ (Kurt Lewin).

 

  • Aktivitätsorientierung: Für handlungsrelevantes Wissen sind eigenständige Aktivitäten unabdingbar. Nur durch selbständige Aktivitäten wird „träges Wissen“ in die eigene Erfahrungswelt transferiert und kann sich als Fertigkeit in realen Situationen praktisch umsetzen. – Denken ist auch eine Form des Tuns, d.h. eine (geistige) Aktivität, die wie alle Handlungen erprobt, geübt, und gefördert werden muss. Aber auch der Aufbau und die Pflege sozialer Beziehungen (Studierende und Lehrende lernen miteinander und voneinander) ist Teil der Aktivitätsorientierung.

 

  • Kompetenzorientierung: Bei der Lehre an der Donau-Universität Krems geht es primär darum, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Bewältigung komplexer Anforderungen zu entwickeln. Kompetenzen sind ganzheitliche Handlungsdispositionen, d.h. das Vermögen bzw. die Fähigkeit sich in bestimmter Weise zu verhalten. Die Donau-Universität Krems vertritt einen ganzheitlichen Ansatz, der Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen integriert.

 

  • Lernergebnisorientierung: Zentraler Maßstab für die Qualität der Lehre an der Donau-Universität Krems sind die Lernergebnisse der Studierenden. Die angewandten Unterrichtsmethoden und Lehrstrategien sind daher kein Eigenzweck, sondern haben sich strukturierten und weitestgehend (messbaren) Lernzielen unterzuordnen.

 

  • Individualisierungsorientierung: In der Lehre wird auf die unterschiedliche Ausgangslage der Studierenden Rücksicht genommen und mit einer entsprechenden Organisation des Lehr- und Lernarrangements die Individualisierung des Lernprozesses gefördert. Um den individuellen Zeitanforderungen und Bedürfnissen ihrer berufstätigen Studierenden entgegenzukommen, verwendet die Donau-Universität Krems integrierte Blended-Learning-Arrangements. Die Struktur von Blended Learning (Zeitpunkte und Umfang von Präsenzunterricht,betreutem E-Learning und Selbststudium, d.h. das „Mischungsverhältnis“) werden in Abhängigkeit der intendierten Lernergebnisse für den betreffenden Lehrgang bzw. das betreffende Modul gewählt und festgelegt.
     

 

Die sechs genannten Orientierungen werden durch folgende intendierte Struktur des Unterrichts umgesetzt:

 

  • Theorie: Wissensvermittlung und -aneignung sowie innovative Weiterentwicklung des Wissens (Wissenschaftsorientierung)

 

  • Erfahrung: Vertiefung der Kompetenzen anhand eigener Erfahrungen und den Erfahrungen erfolgreicher PraktikerInnen (Praxis- und Kompetenzorientierung)

 

  • Anwendung: Umsetzung und Erweiterung der erworbenen Kompetenzen z.B. durch Projektarbeit (Theorie-, Praxis- und Aktivitätsorientierung)

 

  • Fachdidaktische Übungen: Lernen, Üben und Überprüfen der erworbenen Kompetenzen, z.B. Fallstudien, Problembasiertes Lernen, etc. (alle Orientierungen).
     

 

Didaktikleitbild

(Beschlossen am 19.3.2013)