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Bologna-Prozess

Bologna-Prozess
Ein intaktes und wachsendes Hochschulwesen und die exzellenten Leistungen die europäische Universitäten erbringen müssen, ist Basis für jene Prozesse, auf die sich die Wissensgesellschaft stützt, um die strategischen Ziele zu erreichen, die der Europäische Rat in Lissabon deklariert hat:

 
„Die Europäische Union zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen.“


Im April 1997 wurde in Lissabon vom Europarat und der UNESCO ein Übereinkommen zur Anerkennung von Qualifikationen im europäischen Hochschulbereich verabschiedet. Diese sogenannte Lissabon- Konvention ist am 1. Februar 1999 in Kraft getreten.
 

Anläßlich der 800 Jahre Feier der Universität von Paris am 25. Mai 1998 unterzeichneten die vier Bildungsminister aus Deutschland, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich die sogenannte Sorbonne-Deklaration. Damit bekundeten die unterzeichneten Minister die Grundlage für ein verbesserte Zusammenarbeit im Hochschulbereich.
 

Im Juni 1999 unterzeichneten 29 europäische Bildungsminister und Bildungsministerinnen die Bologna-Erklärung mit dem Ziel einen europäischen Hochschulraum bis 2010 zu schaffen.
 

Insbesondere folgende Punkte sollen bis 2010 umgesetzt werden:
 
  • Schaffung eines Systems leicht verständlicher und vergleichbarer Studienabschlüsse einschließlich der Einführung des Diplomzusatzes (Diploma Supplement)
  • Schaffung eines zweistufigen Systems von Studienabschlüssen
  • Einführung eines Systems zur Akkumulierung und Anrechnung/Übertragung von Studienleistungen (in Anlehnung an ECTS)
  • Mobilität von Studierenden, Lehrkräften und Forschern
  • Qualitätsicherung
  • Europäische Dimension der Hochschulbildung

Im Prager Kommuniqué, das anlässlich des Treffens der europäischen Hochschulministerinnen und Hochschulminister am 19.Mai 2001 in Prag stattfand, wurden die bisherigen Ziele des Bologna-Prozesses bekräftigt und durch 3 weitere Ziele ergänzt:
 
  • Förderung des lebenslangen Lernens
  • Förderung der Beteiligung der Studierenden an der Gestaltung des eesuropäischen Hochschulraum
  • Förderung der Attraktivität des europäischen Hochschulraumes
 

Bei der Konferenz der europäischen Bildungsministerinnen und Bildungsminister im September 2003 in Berlin wurde die Erweiterung des Zielkataloges im Berlin Kommunikee beschlossen und konkrete Umsetzungsprojekte bis 2005 benannt.
 
  • Förderung der Qualitätssicherung
  • Einführung eines Studiensystems, das sich im Wesentlichen auf zwei Hauptzyklen stützt
  • Einführung eines Systems leicht verständlicher und vergleichbarer Abschlüsse
  • Einführung eines Leistungspunktesystems (ECTS)
  • Beteiligung der Studierenden am Bologna Prozess
  • Förderung der europäischen Dimension im Hochschulbereich
  • Steigerung der Attraktivität des Europäischen Hochschulraumes im globalen Maßstab
  • Einbettung in das Konzept lebenslangen Lernens
  • Einbeziehung der Doktorandenausbildung in den Bologna-Prozess

Folgende Schwerpunktthemen wurde vereinbart, um die Zielerreichung bis 2010 zu unterstützen:
 
  • Zweistufiges Studiensystem
  • Anerkennung der Abschlüsse und –Abschnitte
  • Qualitätssicherung
 

Auf der Konferenz von Bergen am 19.und 20.Mai 2005 wurde positiv für eine Aufnahme der neuen Mitgliedsländer Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldau und Ukraine entschieden. Präsentiert wurden im Zuge der Konferenz der in Berlin vereinbarte Stocktaking report sowie der General Report der europäischen Bologna Follow-Up Gruppe „From Berlin to Bergen“ der über die zu verzeichnenden Fortschritte in den mittlerweile 40 Bologna-Teilnehmerländern berichtet. Als beratende Mitglieder wurden der europäische Gewerkschaftsverbund (EI) und der Arbeitgeberverband (UNICE) aufgenommen, ebenso ENQA, die European Association of Quality Assurance.
Für die nächste Konferenz in London im Mai 2007 werden Fortschrittsberichte bei folgenden zusätzlichen Schwerpunktthemen eingefordert:
 
  • Umsetzung der in Bergen beschlossenen Standards und Leitlinien für die Qualitätssicherung
  • Erstellung nationaler Qualifikationsrahmen;
  • Verleihung und Anerkennung gemeinsamer Abschlüsse, einschließlich bei Promotionen;
  • Schaffung von flexiblen Lernangeboten im Hochschulbereich, einschließlich der Verfahren für die Anerkennung früher erworbener Kenntnisse.

Weiters sollen die sozialen Belange der Studierenden, insbesondere bei solchen aus sozial benachteiligten Gruppen, stärkere Berücksichtigung finden.
Für den Bereich der Anerkennung von Studienabschnitten und -abschlüssen wurde die Erarbeitung eines nationalen Aktionsplanes angeregt.
 


Anhang zum Diplom/Diploma Supplement

Der Anhang zum Diplom wurde von der Europäischen Kommission, dem Europarat und UNESCO und dem European Center for Higher Education (CEPES) entwickelt.
Das Diploma Supplement (DS) ist eine Beschreibung über Art, Niveau, Kontext, Inhalt und Status eines Studiums, den die im Original-Befähigungsnachweis, dem der Anhang beigefügt ist, genannte Person absolviert und erfolgreich abgeschlossen hat.

Diploma Supplement

http://www.cepes.ro/hed/recogn/groups/diploma/Default.htm
http://europa.eu.int/comm/education/recognition/diploma_de.html


Brigitte Müllauer, MSc

Telefon: +43 (0)2732 893-2281
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E-Mail: brigitte.muellauer@donau-uni.ac.at
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